Die Einführung der PayBox von MoonPay wurde zum viralen Hit, nachdem kostenlose $USDC-Prämien Tausende neuer Nutzer angezogen hatten
Mit der nicht-verwahrenden KI-Wallet können ChatGPT- und Claude-Nutzer Kryptowährungen im Rahmen von Unterhaltungen handeln, während eine überraschende $USDC-Verlosung zu einer der meistdiskutierten Markteinführungen des Jahres führte.
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Der Krypto-Zahlungsriese MoonPay hat PayBox eingeführt, eine nicht-verwahrende Wallet und einen Zahlungsspeicher, die es KI-Agenten ermöglichen, sicher im offenen Internet Transaktionen durchzuführen.
Während das Produkt eine neue Art der Interaktion mit Kryptowährungen über ChatGPT und Claude einführte, konzentrierte sich ein Großteil der Community auf etwas anderes. MoonPay belohnte frühe Nutzer mit einmaligen $USDC-Zuteilungen, die laut Berichten in den sozialen Medien von einigen Dollar bis zu 1.000 US-Dollar reichten.

Um sich zu qualifizieren, mussten Nutzer ein PayBox-Konto erstellen, dieses mit ChatGPT oder Claude verbinden, eine Wallet anlegen, ihr X-Konto verknüpfen und die Belohnungen über einen Faucet einfordern.

Community-Mitglieder veröffentlichten Screenshots, die Prämien in Höhe von 5 $, 380 $, 500 $, 600 $ und sogar 1.000 $ zeigten. Viele bestätigten zudem erfolgreiche Auszahlungen, bevor MoonPay den Faucet vorübergehend aussetzte und ankündigte, dass dieser am 30. Juli zu einem „noch nicht bekannt gegebenen Zeitpunkt“ mit „weiteren Überraschungen für PayBox-Nutzer“ zurückkehren werde.
Die Kampagne entwickelte sich schnell zu einer der viralsten Krypto-Marketingaktionen der letzten Monate. MoonPay gab später bekannt, dass das Unternehmen innerhalb eines Tages nach dem Start 35.000 neue Follower auf X gewonnen hatte.
Gespräche in Transaktionen verwandeln
Über das Gewinnspiel hinaus führt PayBox eine neue Art der Interaktion mit digitalen Vermögenswerten ein. Nutzer verbinden ihre Wallet über einen benutzerdefinierten Konnektor mit ChatGPT oder Claude und beschreiben dann in natürlicher Sprache, was sie möchten.

Beispiele hierfür sind das Einzahlen von Geldern in Stablecoins, das Swappen von Token auf Solana, das Übertragen von Vermögenswerten zwischen unterstützten Blockchains, die Maximierung von DeFi-Renditen, das Buchen von Flügen, das Reservieren von Restauranttischen und Online-Einkäufe. Die KI bereitet jede Transaktion vor, während der Nutzer sie mit einem Passkey autorisiert, bevor Gelder bewegt werden.
PayBox startet mit Unterstützung für Solana und mehrere EVM-kompatible Netzwerke, darunter Ethereum, Base, Arbitrum, Polygon, Hyperliquid, Tempo und Robinhood Chain.
Datenschutzbedenken lösten eine Debatte aus
Die großzügigen $USDC-Prämien lösten zudem eine Debatte innerhalb der Community aus. Einige Teilnehmer betrachteten die Kampagne eher als Strategie zur Kundengewinnung denn als traditionellen Krypto-Airdrop, während andere hinterfragten, ob die Verknüpfung von Konten Datenschutzrisiken mit sich bringe.

MoonPay reagierte direkt darauf und erklärte, dass PayBox niemals auf den Chat-Verlauf oder die privaten Schlüssel der Wallets der Nutzer zugreift.
Neeraj Prasad, Chefingenieur bei MoonPay Labs und Gründer von Dawn Labs, erklärte zudem, dass die Wallet über eine eingebettete kryptografische Infrastruktur funktioniere und dass lediglich Argumente für Tool-Aufrufe über den Connector übertragen würden, nicht jedoch der Chatverlauf.
Ein nicht-verwahrender Ansatz für KI-Zahlungen
MoonPay hat PayBox so konzipiert, dass KI-Agenten niemals die Verwahrung von Nutzergeldern übernehmen. Das System speichert Wallet-Schlüssel mithilfe von Multi-Party-Computation und vertrauenswürdigen Ausführungsumgebungen, wodurch verhindert wird, dass eine einzelne Partei – einschließlich MoonPay oder des KI-Assistenten – Zugriff auf den vollständigen privaten Schlüssel erhält.
Nutzer können zwischen zwei Berechtigungsmodellen wählen. „Always Ask“ erfordert für jede Transaktion die Genehmigung per Passkey, während „Autonomous“ es der KI ermöglicht, innerhalb der vom Nutzer festgelegten Grenzen zu agieren. Jede Autorisierung gilt für eine einzelne Aktion und verfällt nach der Nutzung.
Die Infrastruktur stammt von Sodot, dem Kryptografie-Unternehmen, das MoonPay Anfang dieses Jahres übernommen hat. Damit knüpft MoonPay an eine breitere Welle von KI-Initiativen an, darunter die Übernahme von Entendre, die Einführung von MoonPay Agents und die Übernahme des von Prasad gegründeten KI-Handels-Startups Dawn Labs. Laut MoonPay sichert diese Technologie bereits Vermögenswerte in Höhe von mehr als 50 Milliarden US-Dollar in über 10 Millionen Wallets.
Mehr als nur eine Krypto-Wallet
PayBox unterstützt weit mehr als nur Token-Transfers. Nutzer können Wallets erstellen, Zugangsdaten verwalten, Portfoliosalden verfolgen, kettenübergreifende Swaps durchführen, Blockchain-Transaktionen signieren, gespeicherte Geheimnisse nach Genehmigung abrufen und ausstehende Anfragen überwachen.
Die Plattform unterstützt zudem x402-basierten Handel, wodurch KI-Agenten für APIs, Reisebuchungen, Einkäufe, digitale Dienste und andere internetbasierte Transaktionen bezahlen können. Außerdem integriert sie World-Prognosemärkte, sodass Nutzer Ereignisse durchsuchen, Marktdaten einsehen, Positionen handeln und abgewickelte Märkte einlösen können.

MoonPay plant, PayBox weiter in den DeFi-Bereich auszubauen und Unterstützung für Perpetual-Futures, Liquiditätsmanagement sowie weitere KI-Plattformen hinzuzufügen.
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