Meteora hat ein neues Onchain-Limit-Order-System eingeführt, das auf seinem Dynamic Liquidity Market Maker (DLMM) aufbaut und ein Handelsmodell einführt, das sich deutlich von herkömmlichen Krypto-Limit-Orders unterscheidet.
Die Funktion ermöglicht es Händlern, Aufträge zu einem einzigen Preispunkt oder über eine Preisspanne von 50 Bins zu platzieren. Im Gegensatz zu Standard-Limit-Orders, die einfach auf die Ausführung warten, können Nutzer mit Meteoras Version Gebühren verdienen, während ihre Aufträge ausgeführt werden.
Die Einführung erweitert die Rolle von DLMM über die Bereitstellung von Liquidität hinaus und vertieft Meteoras Präsenz im wachsenden Marktinfrastruktursektor von Solana.
Laut Meteora arbeitet das System vollständig onchain und ist nicht auf externe Keeper, Kurbeln oder Offchain-Ausführungsschichten angewiesen. Meteora beschreibt die Funktion als "Solanas leistungsfähigste, echte Onchain-Limit-Order".
Wie Meteoras DLMM Limit Orders funktionieren
Meteoras DLMM funktioniert bereits wie ein Orderbuch, weil es die Liquidität in diskreten Preisbereichen organisiert. Diese Bins befinden sich in Intervallen, die durch einen "Bin Step" definiert sind, der von 1 bis 400 Basispunkten reicht.
Herkömmliche DLMM-Liquiditätspositionen recyceln die Liquidität nach dem Abschluss von Geschäften. Wenn ein Händler Token von einem Liquiditätsanbieter kauft, wird die Liquidität sofort für die andere Seite des Handels verfügbar. Der Liquiditätsanbieter erhält dann eine Gebühr. Das neue Limit-Order-System ändert dieses Verhalten.
Bei diesem Modell werden die gehandelten Gelder sofort vom Markt genommen, wenn die Liquidität verbraucht ist, anstatt sie wieder in den Pool zurückzuführen. Diese Struktur verhindert, dass die Händler ihre Positionen manuell schließen müssen, bevor der Markt umschlägt.
Meteora unterstützt zwei verschiedene Arten von Limit-Orders. Die erste Option verwendet diskrete Preise. Händler können einen einzelnen Zielauftrag erteilen, z. B. den Verkauf von $SOL zu genau $100. Die zweite Option verwendet eine Spanne. Händler können Aufträge über eine Preisspanne verteilen, z. B. $SOL zwischen $90 und $110 verkaufen. Das Protokoll erlaubt eine Spanne von bis zu 50 Bins.
Im Gegensatz zu Standardpositionen von Liquiditätsanbietern kann bei Limit-Orders nur ein Token hinterlegt werden. Benutzer können nicht beide Vermögenswerte in einen aktiven Bin einzahlen. Meteora erklärte auch, dass Benutzer mehrere Limit-Orders unter einer einzigen Limit-Order-Position erstellen können. Das Protokoll erstattet die Token-Miete zurück, sobald alle verbundenen Aufträge geschlossen wurden.
Meteora positioniert das Produkt als Retail-Tool
Die Markteinführung wurde als eine Funktion dargestellt, die Kleinhändlern mehr Kontrolle über die Ausführung und die Handelskosten geben soll. Community-Mitglied fabiano.sol hob diesen Aspekt kurz nach der Ankündigung hervor.
Laut dem Posting verwendete er nur vier Bins mit einer $100-Position und verdiente $0,02 an Gebühren bei der Ausführung. Fabiano verglich diese Erfahrung mit den traditionellen Handelskosten auf anderen Plattformen und merkte an, dass Trades auf Aggregatoren wie Jupiter bis zu 0,5 % kosten können, während einige zentralisierte Börsen Gebühren von bis zu 1 % erheben können.
Meteora skizzierte mehrere mögliche Anwendungen der Funktion, die über einfache Kauf- und Verkaufsaufträge hinausgehen. Ein vorgeschlagener Anwendungsfall betrifft leistungsbasierte Team-Token. Meteora schlug auch vor, dass Entwickler optionsähnliche Systeme mit dauerhaft gesperrten Limit-Orders aufbauen könnten. Das Protokoll argumentiert, dass die Kompositionsfähigkeit des Systems neue Produkte und Handelsstrategien in Solana fördern könnte.
Eine Wettbewerbsverschiebung in der Solana-Handelsinfrastruktur
Die Einführung fällt in eine Zeit intensiven Wettbewerbs zwischen den Solana-Handelsplattformen und Liquiditätsprotokollen. Die meisten bestehenden Limit-Order-Systeme erheben entweder direkte Gebühren, stützen sich auf eine Offchain-Infrastruktur oder erfordern externe Ausführungsnetzwerke.
Das Modell von Meteora versucht, sich durch einen anderen Ansatz zu differenzieren. Diese Positionierung hat in Teilen der Solana-Community bereits Aufmerksamkeit erregt.
Ein Mitglied der Community fasste die Einführung mit einem unverblümten Vergleich zusammen: "Jedes andere Limit-Order-Produkt kostet Sie. Meteora bezahlt dich."
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