Laden...
de

AWS Cloud führt Zahlungen mit Solana-Stablecoins zur Monetarisierung von KI-Traffic ein

Mit einer neuen AWS-Funktion können Publisher KI-Agenten und Bots pro Anfrage über das x402-Zahlungsprotokoll mit $USDC abrechnen.

  • Bearbeitet:

Amazon Web Services hat eine neue Funktion zur Monetarisierung des KI-Traffics eingeführt, mit der digitale Verlage und Inhalteigentümer KI-Bots den Zugriff auf Online-Inhalte in Rechnung stellen können. Die Funktion integriert Stablecoin-Zahlungen über das x402-Protokoll und unterstützt die Abwicklung auf Solana, wodurch Machine-to-Machine-Zahlungen ohne eine eigene Zahlungsinfrastruktur ermöglicht werden.

Die Einführung markiert den Einstieg eines der größten Anbieter von Cloud-Infrastruktur in den Bereich der Stablecoin-basierten Mikrozahlungen für KI-Traffic. Über Amazon CloudFront und AWS WAF können Publisher nun Preise pro Anfrage für KI-Agenten festlegen und Zahlungen in $USDC direkt in ihre Wallets erhalten.

Diese Entwicklung stärkt zudem Solanas Position als Abwicklungsschicht für die wachsende „Agent Economy“, in der autonome KI-Systeme zunehmend ohne direkte menschliche Beteiligung mit Online-Diensten, APIs und Inhalten interagieren.

AWS nimmt ein wachsendes Problem im KI-Datenverkehr ins Visier

AWS führte die Funktion über AWS WAF Bot Control ein, das Website-Betreibern bereits dabei hilft, automatisierten Datenverkehr zu identifizieren und zu verwalten. Laut AWS macht der KI-Bot-Verkehr mittlerweile bei vielen Inhaltsanbietern mehr als 50 % des Webverkehrs aus. Das Unternehmen wies zudem darauf hin, dass KI-spezifische Crawler im Jahresvergleich um mehr als 300 % zugenommen haben.

Herkömmliche Suchmaschinen-Crawler bieten Publishern in der Regel einen Mehrwert durch Referral-Traffic. KI-Crawler nutzen Inhalte häufig, um Zusammenfassungen und Antworten innerhalb von KI-Anwendungen zu generieren, leiten dabei jedoch wenig oder gar keinen Traffic an die ursprüngliche Website zurück.

Diese Entwicklung stellt Publisher vor eine wachsende Herausforderung. Sie tragen weiterhin die Kosten für Infrastruktur und Bandbreite, während sie weniger Seitenaufrufe, Werbeeinblendungen und Abonnement-Conversions verzeichnen. Bislang hatten Publisher im Allgemeinen zwei Optionen: KI-Bots freien Zugang zu gewähren oder sie vollständig zu blockieren. Die neue Monetarisierungsfunktion von AWS führt eine dritte Option ein, indem sie es Websites ermöglicht, KI-Systemen den Zugriff auf Inhalte in Rechnung zu stellen.

Zu den unterstützten Zahlungsnetzwerken gehören Solana und Base, wobei die Abrechnung direkt in die vom Publisher kontrollierten Wallets erfolgt. AWS erklärte, dass das Unternehmen keine Zahlungen abwickelt und keinen Anteil an den Inhaltserlösen einbehält. Die Publisher verwalten die Wallets selbst oder über Wallet-Anbieter.

Solanas wachsende Rolle im Bereich der maschinellen Zahlungen

Die AWS-Integration stellt einen weiteren bedeutenden Meilenstein für Solanas wachsende Präsenz im Agent-to-Agent-Handel dar. Anfang dieses Jahres ging die Solana Foundation eine Partnerschaft mit Google Cloud ein, um Pay.sh zu starten – einen Marktplatz und eine Koordinationsschicht, die es KI-Agenten ermöglicht, über Stablecoin-Zahlungen auf APIs im Unternehmensmaßstab zuzugreifen.

Ziel ist es, traditionelle Barrieren zu beseitigen, die von Menschen verwaltete Konten, Abonnements, die Verwaltung von Zugangsdaten und Zahlungsgenehmigungsprozesse erfordern. Stattdessen können Agenten autonom Transaktionen mit Stablecoins durchführen und sich dabei auf offene Protokolle wie x402 und das Machine Payments Protocol (MPP) stützen.

In diesem Modell dient die Wallet eines KI-Agenten praktisch als dessen Identität und Zahlungsmechanismus, wodurch Softwaresysteme ohne menschliches Eingreifen Dienstleistungen, Daten und Rechenressourcen erwerben können.

Der Aufstieg der „Agentic Economy“

Die Ankündigung von AWS spiegelt einen breiteren Trend wider, den viele Branchenakteure als „Agentic Economy“ bezeichnen. Jüngste Fortschritte in der KI haben die Fähigkeiten über dialogorientierte Schnittstellen hinaus erweitert. Neue KI-Systeme können Websites durchsuchen, mit Software interagieren, Arbeitsabläufe ausführen und Kaufentscheidungen im Namen der Nutzer treffen. Da diese Agenten immer autonomer werden, benötigen sie eine Zahlungsinfrastruktur, die eher für Maschinen als für Menschen konzipiert ist.

Das x402-Protokoll erfüllt diesen Bedarf, indem es den Standard „HTTP 402 Payment Required“ wiederbelebt, der bereits seit 1997 in den Internet-Spezifikationen existiert. Nach diesem Modell kann ein Dienst innerhalb von Sekunden eine Zahlung anfordern, Stablecoins empfangen und Zugriff gewähren.

Mehrere große Technologieunternehmen haben begonnen, mit ähnlichen Frameworks zu experimentieren. Google hat x402-basierte Zahlungsfunktionen in sein Agenten-Ökosystem integriert, während Stripe, Paradigm und andere Branchenakteure eine Infrastruktur unterstützt haben, die speziell für den Maschinen-zu-Maschinen-Handel entwickelt wurde.

Die Unterstützung von AWS für Stablecoin-Zahlungen auf Solana bringt den maschinennativen Handel näher an die Mainstream-Internetinfrastruktur heran. Für Solana bedeutet die Integration einen weiteren groß angelegten Anwendungsfall für die Infrastruktur, der über den Handel und DeFi hinausgeht.

Mehr dazu auf SolanaFloor

Range sammelt 8,3 Mio. US-Dollar ein, um Stablecoin- und Fiat-Transaktionen im Zuge der Konvergenz der digitalen Finanzwelt zu vereinheitlichen
Hylo setzt mit der Einführung von V2 auf gehebelte Aktien als Solanas nächsten Durchbruchmarkt

KI-Agenten stehen im Kryptobereich kurz vor dem Durchbruch!

Solana Weekly Newsletter

Verwandte Nachrichten