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SBI und die Solana Foundation schließen sich zusammen, um Japans ersten On-Chain-Finanzmarkt aufzubauen

Die Partnerschaft wird sich auf Stablecoins, tokenisierte reale Vermögenswerte und grenzüberschreitende Abwicklungen konzentrieren, während Japan digitale Vermögenswerte immer stärker in sein Finanzsystem integriert.

Der japanische Finanzriese SBI Holdings und die Solana Foundation haben eine Partnerschaft geschlossen, um in Japan einen On-Chain-Finanzmarkt aufzubauen. Dabei ist geplant, die Finanzanlagen des Landes mit der Liquidität in ganz Asien und auf den globalen Märkten zu verknüpfen.

Im Mittelpunkt der strategischen Zusammenarbeit stehen Stablecoins und tokenisierte reale Vermögenswerte, daneben soll eine Finanzinfrastruktur für institutionelle Anleger, grenzüberschreitende Abwicklungen und KI-Agenten entwickelt werden.

SBI Solana Global soll die On-Chain-Expansion vorantreiben

Im Rahmen der Zusammenarbeit plant SBI, das von SBI Holdings und der Sumitomo Mitsui Financial Group unterstützte Unternehmen „SBI R3 Japan“ in „SBI Solana Global“ umzubenennen und eine neue Wachstumsstrategie zu verfolgen, deren Schwerpunkt auf dem Aufbau einer Finanzinfrastruktur im Solana-Netzwerk liegt.

Das Unternehmen wird die Emission und den Vertrieb von Stablecoins unterstützen, darunter auch den auf Yen lautenden Stablecoin $JPYSC von SBI. Zudem wird es bei der Strukturierung und dem Vertrieb von tokenisierten Unternehmensanleihen, Commercial Papers, Fonds und Immobilien helfen.

Über die Emission von Vermögenswerten hinaus plant SBI Solana Global den Aufbau einer grenzüberschreitenden Abwicklungsinfrastruktur und die Bereitstellung von On-Chain-Finanzdienstleistungen für institutionelle Anleger. Als weiteren Schwerpunkt nannte das Unternehmen die Zahlungsinfrastruktur der nächsten Generation für das Zeitalter der KI-Agenten.

SBI erklärte, das Unternehmen werde integrierte Unterstützung in den Bereichen Technologie, Emission, Vertrieb und Abwicklung bieten, um den Aufbau eines On-Chain-Finanzmarktes von Japan aus voranzutreiben.

Partnerschaft folgt auf die Einführung von $JPYSC

Die Ankündigung erfolgt rund drei Wochen nach der Einführung von $JPYSC durch SBI am 24. Juni – Japans erstem, von einer Treuhandbank gestützten Yen-Stablecoin. Mit $JPYSC verfügt SBI bereits über ein Stablecoin-Produkt, das auf dem neuen Finanzmarkt eine Rolle spielen könnte. SBI Solana Global nannte den Stablecoin ausdrücklich als eines der Vermögenswerte, deren Emission und Vertrieb das Unternehmen unterstützen will.

Die Partnerschaft erfolgt zudem zu einem Zeitpunkt, an dem Stablecoins und risikogewichtete Aktiva (RWAs) eine immer größere Rolle auf den globalen Finanzmärkten spielen. On-Chain-Finanzdienstleistungen ermöglichen es Marktteilnehmern, Finanzanlagen über Blockchain-Netzwerke zu emittieren, zu vertreiben und abzuwickeln.

SBI und die Solana Foundation wollen Japans großen Pool an Finanzanlagen und etablierte Marktteilnehmer mit dem globalen Netzwerk von Solana verbinden. Die Partner sind der Ansicht, dass dies den japanischen Binnenmarkt direkter mit der globalen Liquidität verknüpfen und die Position des Landes als Zentrum für On-Chain-Finanzdienstleistungen in Asien stärken könnte.

Japan integriert Kryptowährungen stärker in das traditionelle Finanzwesen

Japan hat in den letzten Jahren einen regulatorischen Rahmen entwickelt, der Stablecoins und digitale Vermögenswerte näher an das etablierte Finanzsystem heranführt. Am 10. April verabschiedete das japanische Kabinett einen Gesetzentwurf, der Krypto-Vermögenswerte als Finanzinstrumente einstuft. Das Repräsentantenhaus brachte den Gesetzentwurf im Juni voran, und das Gesetz könnte im nächsten Jahr in Kraft treten, sofern es den Senat passiert.

Der vorgeschlagene Rechtsrahmen würde Kryptowährungen einem ähnlichen Regulierungssystem wie Aktien unterwerfen und strengere Handelsregeln einführen. Er könnte zudem den Weg für eine günstigere steuerliche Behandlung ebnen. Japan könnte den Höchststeuersatz auf Gewinne aus Kryptowährungen von 55 % auf einen Pauschalsatz von 20 % senken und ihn damit an die Sätze für Aktien und Anleihen angleichen.

Diese regulatorische Wende bildet einen bemerkenswerten Hintergrund für die Pläne von SBI und Solana, eine regulierte On-Chain-Finanzinfrastruktur im Land aufzubauen.

Solana Foundation baut ihre Präsenz in Asien aus

Die Partnerschaft mit SBI reiht sich in eine Reihe aktueller Initiativen der Solana Foundation in ganz Asien ein. Ende Juni unterzeichnete das südkoreanische Unternehmen KG Financial eine Absichtserklärung mit der Solana Foundation, um Stablecoin-Zahlungen in sein Händlernetzwerk zu integrieren.

Einen Tag zuvor hatte die Toss Bank eine strategische Partnerschaft mit der Stiftung angekündigt, um eine blockchainbasierte Infrastruktur für globale Überweisungen und Abwicklungen zu testen.

Anfang Juni unterzeichnete auch die kasachische Stadt Alatau eine Vereinbarung mit der Solana Foundation, um das Innovationsökosystem der Stadt weiterzuentwickeln, Technologie-Start-ups zu unterstützen, digitale Lösungen umzusetzen und Blockchain-Spezialisten auszubilden.

SBI und die Solana Foundation planen nun, Japan als Ausgangspunkt für eine vertiefte Zusammenarbeit in Asien und auf den globalen Märkten zu nutzen. Im Rahmen ihrer jüngsten Partnerschaft verlagert sich der Fokus von einzelnen Blockchain-Produkten hin zum Aufbau einer Finanzinfrastruktur, die Stablecoins, tokenisierte Vermögenswerte und institutionelles Kapital on-chain miteinander verbinden könnte.

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