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Warum ist die Verabschiedung des CLARITY-Gesetzes so wichtig für das Wachstum von Solana?

Das vorgeschlagene Gesetz könnte die Regulierung von Kryptowährungen in den USA neu gestalten.

Nach der erfolgreichen Verabschiedung des GENIUS Act im Juni 2025 befassen sich Regulierungsbehörden und politische Entscheidungsträger nun mit dem zweiten wegweisenden Krypto-Gesetz der Präsidentschaft von Donald Trump.

Der Digital Asset Market Clarity Act of 2025, der auch als CLARITY Act bekannt ist, wird vom Bankenausschuss des Senats unter die Lupe genommen, wo die Senatoren Änderungsanträge einreichen und darüber abstimmen können, ob der Gesetzentwurf aus dem Ausschuss herausgenommen werden soll.

Während eine größere regulatorische Klarheit weithin als Segen für die Kryptomärkte angesehen wird, sind Teile der Blockchain-Branche strikt gegen den Gesetzentwurf.

Was steht beim CLARITY Act auf dem Spiel, warum droht Coinbase damit, seine Unterstützung für den Gesetzesentwurf zurückzuziehen, und was wird nach Meinung von Experten passieren, wenn Klarheit herrscht?

Was ist das CLARITY-Gesetz?

Wie der Name schon sagt, versucht das CLARITY-Gesetz zu klären, wie Kryptowährungswerte und -unternehmen in den Vereinigten Staaten reguliert werden. Nachdem er jahrelang Gary Genslers kämpferische Haltung und seinen Ansatz der "Regulierung durch Durchsetzung" ertragen hat, zielt das CLARITY-Gesetz darauf ab, die gesetzlichen Leitplanken zu schaffen, die den USA helfen werden, ihr Ziel zu erreichen, die "Krypto-Hauptstadt der Welt" zu werden.

In erster Linie wird das CLARITY-Gesetz die Rollen und Verantwortlichkeiten von Regierungsbehörden wie der SEC und der CFTC trennen und umreißen. Der Gesetzentwurf verspricht zu klären, wann Token und digitale Vermögenswerte als Waren (die in der Regel von der CFTC beaufsichtigt werden) oder als Wertpapiere unter der Zuständigkeit der SEC behandelt werden sollten.

Darüber hinaus soll der Gesetzentwurf Anforderungen und Richtlinien für Händler, Investoren und Krypto-Unternehmen in den USA festlegen und dazu beitragen, die Blockchain-Wirtschaft in bekannte Compliance-Systeme wie AML einzubinden.

In der Praxis argumentieren die CLARITY-Befürworter, dass dies den Wash-Trading auf Börsen einschränken wird und KYC-Anforderungen in bestimmten DeFi-Anwendungen mit sich bringen könnte.

Wie geht es am 15. Januar weiter?

Am 15. Januar soll der Bankenausschuss des Senats eine Exekutivsitzung abhalten, um die Einzelheiten des CLARITY-Gesetzes zu erörtern, eventuelle Änderungen vorzunehmen und darüber abzustimmen, ob das Gesetz aus dem Ausschuss herausgenommen werden soll.

Das Hauptthema der Senatoren in dieser Woche ist der Umgang mit Stablecoin-Belohnungen und anderen indirekten Belohnungen. Während die Verabschiedung des GENIUS-Gesetzes ursprünglich Beschränkungen für die Verteilung von Renditen durch Stablecoin-Produkte vorsah, argumentiert der Community Bankers Council der American Bankers Association, dass die Emittenten ein Schlupfloch ausnutzen, um Renditen über Tochtergesellschaften und Dritte weiterzugeben.

Das Stablecoin-Thema entfacht eine heftige Debatte unter den Kryptounternehmen, wobei Coinbase damit droht, seine Unterstützung für den Gesetzentwurf zurückzuziehen. Einem aktuellen Bericht von Bloomberg zufolge wird die Börse den Gesetzesentwurf nicht unterstützen, wenn die Gesetzgebung Einschränkungen für Stablecoin-Belohnungen vorsieht, die über die Transparenzanforderungen hinausgehen

Zu den weiteren Streitpunkten, die wahrscheinlich in der Sitzung am 15. Januar behandelt werden, gehört der rechtliche Schutz von Entwicklern, wenn ihre Anwendungen für illegale Zwecke verwendet werden. Wie der laufende Fall Tornado Cash zeigt, sind Krypto-Befürworter der Meinung, dass Gründer nicht für das Verhalten ihrer Nutzer verantwortlich gemacht werden sollten.

Schließlich wird erwartet, dass der Senat über die Umsetzung von Richtlinien diskutieren wird, die es gewählten Beamten verbieten würden, von kryptobezogenen Unternehmungen zu profitieren. Sehr zum Leidwesen seiner Opposition haben Präsident Donald Trump und sein Umfeld eine ganze Reihe von Krypto-Projekten ins Leben gerufen, vom TRUMP Memecoin bis hin zu World Liberty Financial, einer DeFi-Plattform, die von Eric, Barron und Donald Trump Jr. mitbegründet wurde.

Was bedeutet das für Solana?

Obwohl die Krypto-Community seit Jahren um regulatorische Klarheit in den Vereinigten Staaten bettelt, ist noch nicht klar, ob der vorgeschlagene Gesetzesentwurf letztendlich im besten Interesse der Branche ist oder nicht.

Auf der einen Seite sehen TradFi-Investoren und institutionelle Akteure den Gesetzesentwurf mit Wohlwollen, da sie glauben, dass der CLARITY Act der Krypto-Industrie eine noch nie dagewesene operative Struktur verleiht. Matt Hougan, CIO von Bitwise, hat vorgeschlagen, dass der Gesetzentwurf den Märkten das Signal zur Entwarnung geben könnte, was Vermögenswerte wie Solana auf neue Allzeithochs treiben könnte.

Am anderen Ende des Spektrums argumentieren die DeFi-Evangelisten und Cypherpunks im Internet, dass das CLARITY-Gesetz ein trojanisches Pferd ist, das die persönlichen Freiheiten einschränken und die Kerngedanken der Blockchain-Technologie untergraben soll.

Letztendlich ist dies die Realität, wie die institutionelle Annahme von Kryptowährungen aussieht. An beiden Enden der neuen Krypto-Kultur müssen Kompromisse eingegangen werden, da die Cypherpunk-Vergangenheit und die unternehmerische Zukunft der Branche versuchen, eine gleichberechtigte Basis für die Zukunft des Sektors zu finden.

polymarket

Laut Polymarket hat das CLARITY-Gesetz eine 80-prozentige Chance, bis Ende des Jahres unterzeichnet zu werden.

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